1. Text 1: In der Schreinerei Marlow in Eschenau arbeiten die zwölf Beschäftigten seit Januar nur noch von Montag bis Donnerstag, dafür jeweils zehn Stunden. Das Gehalt bleibt unverändert. Chef Torsten Brand wollte so vor allem erfahrene Leute im Betrieb halten. Nach neun Monaten zieht er eine positive Bilanz: Es gibt weniger Krankmeldungen, und die Aufträge werden pünktlich fertig. Nur bei Kundenterminen am Freitag muss er manchmal selbst einspringen. Das Modell soll nun dauerhaft gelten.
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2. Text 2: Der Verkehrsverbund Nordtal sucht Menschen, die den Beruf wechseln wollen. Wer einen Führerschein der Klasse B besitzt, kann sich in einem halbjährigen Kurs zum Busfahrer ausbilden lassen; bezahlt wird schon während der Schulung. Unter den ersten zwanzig Teilnehmenden sind eine frühere Buchhalterin, ein Verkäufer und ein Webdesigner. „Mich hat der Computer nur noch gelangweilt“, sagt Jonas Keil, der vorher in einer Versicherung arbeitete. Im Herbst soll der nächste Kurs beginnen.
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3. Text 3: Das Möbelhaus Brenner ändert seine Regeln für die Arbeit von zu Hause. In den vergangenen drei Jahren durften die Angestellten der Verwaltung frei entscheiden, wo sie arbeiten. Künftig sollen sie an zwei festen Tagen pro Woche im Büro sein; an den übrigen Tagen bleibt Homeoffice möglich. Die Geschäftsleitung begründet den Schritt mit dem besseren Austausch im Team. Der Betriebsrat stimmte zu, nachdem die Firma zugesagt hatte, einen Teil der Fahrtkosten zu übernehmen und zusätzliche Arbeitsplätze einzurichten.
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4. Text 4: Nach 41 Jahren hinter dem Ofen hört Bäckermeister Hans Ostler in Ulmbach auf. Seine Kinder haben andere Berufe gewählt, und monatelang fand sich niemand, der die Backstube übernehmen wollte. Jetzt gibt es eine Lösung: Der 22-jährige Mirko Safar, der dort seine Lehre gemacht hat, führt den Betrieb ab Sommer weiter. Er hat die Meisterprüfung bestanden und einen Kredit bekommen. Ostler will ihm noch ein Jahr zur Seite stehen, und die Stammkunden dürfen sich auf die gewohnten Rezepte freuen.
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5. Text 5: Wer in der Pflege arbeitet, hat oft wenig Zeit für einen Sprachkurs. Das Klinikum Rheinau bietet seinen ausländischen Beschäftigten deshalb jetzt eine Lern-App an, die auf den Klinikalltag zugeschnitten ist. Die Übungen dauern höchstens zehn Minuten und lassen sich in der Pause oder im Bus erledigen. Ein Sprachtrainer sieht sich einmal pro Woche die Ergebnisse an und gibt Tipps. Etwa sechzig Mitarbeitende haben das Angebot bereits genutzt. Die Kosten trägt das Klinikum.