1. Text 1: In der Fußgängerzone von Hagenrode stehen seit Monaten sieben Ladengeschäfte leer. Nun hat die Stadt eine Lösung gefunden: Die Eigentümer überlassen die Räume jeweils für drei Monate kostenlos lokalen Künstlerinnen und Künstlern. Seit Samstag zeigen eine Keramikerin, ein Fotograf und eine Schneiderin dort ihre Arbeiten, die sie auch verkaufen dürfen. Das Rathaus hofft, dass die bunten Schaufenster mehr Spaziergänger in die Innenstadt locken. Weitere Bewerbungen werden bis Ende des Monats angenommen.
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2. Text 2: Wer in Wolkenburg ein großes Paket transportieren will, muss kein Auto mehr besitzen: An zwölf Stationen in der Stadt können Einwohner ab sofort Lastenräder ausleihen. Die Anmeldung erfolgt per Handy, die ersten zwei Stunden kosten nichts. Danach zahlt man einen Euro pro Stunde. Finanziert wird das Angebot von einem Verein und einer örtlichen Bank. Die Stadt prüft, ob es im nächsten Jahr weitere Stationen in den Randbezirken geben soll.
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3. Text 3: Im Stadtteil Südau lebt seit September die Studentin Lara Kühn bei der 78-jährigen Gertrud Wolf – und zahlt dafür keine Miete. Stattdessen hilft sie ihrer Gastgeberin beim Einkaufen, im Garten und bei Behördengängen, etwa fünf Stunden pro Woche. Vermittelt hat die beiden ein Projekt der Universität. Nach Angaben der Organisatoren haben sich in diesem Jahr bereits vierzig solcher Paare gefunden. „Ich bin nicht mehr so allein“, sagt Frau Wolf, „und Lara bringt frischen Wind ins Haus.“
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4. Text 4: Auf dem Dach eines Wohnhochhauses in der Eichenstraße ernten die Bewohner jetzt Tomaten, Kräuter und Bohnen. Vor zwei Jahren gründeten einige Mieter eine Gartengruppe, die inzwischen dreißig Mitglieder hat. Die Wohnungsgesellschaft stellte das Dach zur Verfügung und ließ den Aufzug bis in das oberste Geschoss verlängern. Die Erde wurde in Hochbeeten verteilt, damit die Dachfläche nicht zu stark belastet wird. Jeden Sonntag treffen sich die Hobbygärtner zum gemeinsamen Gießen.
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5. Text 5: Auf der Hauptstraße in Ostfeld gilt seit Montag nachts Tempo dreißig. Anwohner hatten sich jahrelang über den Verkehrslärm beschwert und mehr als tausend Unterschriften gesammelt. Erste Messungen zeigen, dass die Lautstärke zwischen zweiundzwanzig und sechs Uhr deutlich gesunken ist. Autofahrer sind von der Regelung nicht begeistert; ein Taxiunternehmer sprach von längeren Fahrzeiten. Die Stadt will nach einem halben Jahr entscheiden, ob die Begrenzung dauerhaft bleibt.