1. Text 1: Vor dem Haus Lindenstraße 14 steht seit Kurzem ein ausgedienter Kleiderschrank, den die Hausgemeinschaft in leuchtendem Gelb gestrichen hat. Jeder darf hier abgeben, was er nicht mehr braucht: Bücher, Spielzeug, Geschirr oder gut erhaltene Kleidung. Und jeder darf sich etwas mitnehmen, ohne zu bezahlen. „Wir wollten Dinge nicht wegwerfen, die andere noch gut gebrauchen können“, sagt Initiatorin Mira Jansen. Der Schrank wird täglich ordentlich gehalten.
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2. Text 2: Im Mehrgenerationenhaus Am Anger lesen seit dem Herbst zehn Rentnerinnen und Rentner den Kindern der benachbarten Kita vor. Zweimal in der Woche kommen die Vorleser mit einem Korb voller Bilderbücher in die Gruppen. Die Erzieherinnen berichten, dass die Kinder viel aufmerksamer zuhören als bei sonstigen Vorlesestunden. Auch die älteren Teilnehmer profitieren: Viele sagen, sie fühlten sich gebraucht und hätten wieder einen festen Termin in der Woche.
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3. Text 3: Die Freiwillige Feuerwehr Altenbruch hat nur noch dreiundzwanzig aktive Mitglieder, vor zehn Jahren waren es fast doppelt so viele. Damit bei Einsätzen tagsüber genug Helfer bereitstehen, sucht die Wehr dringend Nachwuchs. Interessierte können an einem Schnuppertag teilnehmen, an dem sie Schläuche anschließen und in einem Löschfahrzeug mitfahren dürfen. Vorkenntnisse sind nicht nötig, die Ausbildung findet kostenlos am Wochenende statt.
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4. Text 4: Zum ersten Mal haben die Jugendlichen der Stadt Rottenau ihren eigenen Jugendrat gewählt. Alle zwischen zwölf und siebzehn Jahren durften abstimmen, die Stimmzettel konnten in den Schulen abgegeben werden. Mit gut vierzig Prozent war die Wahlbeteiligung höher als erwartet. Die neun gewählten Mitglieder wollen sich als Erstes um mehr Treffpunkte und kostenlose WLAN-Zonen in der Innenstadt kümmern. Der Bürgermeister hat ihnen regelmäßige Sprechstunden zugesagt.
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5. Text 5: Jeden zweiten Mittwoch verwandelt sich der Gemeindesaal der Kirche St. Martin in ein Sprachcafé. Menschen, die neu in Deutschland sind, treffen dort auf Einheimische und unterhalten sich bei Kaffee und Kuchen über Alltägliches: das Wetter, das Essen, die Schule der Kinder. Grammatik wird nicht geübt, es geht ums Sprechen. Etwa dreißig Gäste kommen regelmäßig. Neue sind jederzeit willkommen, eine Anmeldung ist nicht nötig.