1. Text 1: Die Grundschule am Lindenplatz in Hohenau hat im Frühjahr hinter dem Sportplatz ein kleines Gemüsefeld angelegt. Jede Klasse betreut ein eigenes Beet und trägt in einen Plan ein, wann gegossen und Unkraut gejätet wird. Jetzt war die erste Ernte fällig: Radieschen, Salat und Kartoffeln kamen in den Korb. Gemeinsam mit einer Mutter, die als Köchin arbeitet, bereiteten die Drittklässler daraus am Freitag eine Gemüsesuppe zu. „Viele Kinder haben zum ersten Mal gesehen, wie eine Kartoffel unter der Erde wächst“, sagt Lehrerin Sabine Roth.
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2. Text 2: Beim Metallbauunternehmen Wegener in Karlsfeld stehen seit einem halben Jahr in jedem Stockwerk Wasserspender mit Sprudel und stillem Wasser. Die Automaten mit zuckerhaltiger Limonade wurden dafür abgebaut. Zuerst haben viele Beschäftigte geschimpft, inzwischen füllen fast alle ihre eigenen Flaschen auf. Die Geschäftsführung will den Erfolg nun messen: Eine Umfrage soll zeigen, ob sich die Kolleginnen und Kollegen am Nachmittag fitter fühlen. Die Firma spart außerdem Geld, weil weniger Plastikflaschen geliefert werden müssen.
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3. Text 3: Die Bäckerei Hartmann aus Bergstedt verwendet für ihr neues Landbrot ein Getreide, das fast in Vergessenheit geraten war: Emmer. Die Körner stammen von einem Bauern aus der Nachbargemeinde, der die alte Sorte seit drei Jahren wieder anbaut. Der Teig muss sehr lange ruhen, deshalb steht das Brot nur freitags und samstags im Regal. Kunden loben den nussigen Geschmack. Bäckermeister Jonas Hartmann hofft, dass bald weitere Landwirte in der Region die Sorte anpflanzen.
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4. Text 4: Jeden zweiten Donnerstag verwandelt sich der Speisesaal des Seniorenheims Abendsonne in einen Tanzsaal. Zwei Ehrenamtliche spielen Akkordeon und Gitarre, die Bewohnerinnen und Bewohner schwingen zu Walzer und Schlagern die Beine – manche auch im Rollstuhl. Die Pflegeleiterin berichtet, dass die Stimmung nach diesen Nachmittagen spürbar besser sei und dass mehrere Bewohner abends seltener Schmerztabletten verlangten. Nun sucht das Heim weitere Musiker, die ab Herbst mitmachen möchten.
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5. Text 5: Der Blutspendetermin im Rathaus von Neustein hat alle Erwartungen übertroffen. Statt der üblichen siebzig kamen am Dienstag mehr als einhundertzwanzig Menschen, darunter viele Erstspender. Der Rettungsdienst hatte zuvor in sozialen Netzwerken darauf hingewiesen, dass die Vorräte in der Region knapp sind. Weil die Helfer nicht mit so vielen Gästen gerechnet hatten, wurden die Getränke knapp, und manche Spender warteten fast eine Stunde. Der nächste Termin findet im Dezember statt.