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Zelten mit Kindern – geht das gut?
Als meine Frau und ich vor zwei Jahren beschlossen, mit unseren beiden Kindern eine Woche auf einem Campingplatz in Italien zu verbringen, haben uns unsere Freunde für verrückt erklärt. „Mit einem Vierjährigen und einer Siebenjährigen im Zelt? Ihr werdet nach zwei Tagen wieder zu Hause sein“, sagte unser Nachbar. Heute können wir darüber lachen, denn der Urlaub war einer der schönsten, die wir als Familie erlebt haben.
Zuerst mussten wir uns allerdings gut vorbereiten. Wir haben vor der Reise im Garten übernachtet, damit die Kinder sich an das Schlafen im Zelt gewöhnen. Das war eine gute Idee: Unsere Tochter fand es so aufregend, dass sie kaum schlafen konnte, und unser Sohn wollte mitten in der Nacht ins Haus zurück. Beim zweiten Versuch klappte es dann besser. Außerdem haben wir den Kindern eine kleine Taschenlampe geschenkt, die sie ganz allein tragen durften. Das hat die Angst vor der Dunkelheit schnell vertrieben.
Die Fahrt nach Italien dauerte etwa zwölf Stunden. Wir sind deshalb schon am Freitagabend losgefahren, haben im Auto übernachtet und die Kinder die meiste Zeit schlafen lassen. Eine Pause haben wir alle zwei Stunden gemacht. Das war nicht billig, weil wir an jeder Raststätte ein Eis kaufen mussten, aber es hat sich gelohnt. Gestritten haben die Kinder fast gar nicht.
Auf dem Campingplatz selbst gab es für die Kinder alles, was man sich nur wünschen kann: einen Pool, einen Spielplatz, einen Strand in fünf Minuten Entfernung und viele andere Kinder. Schon am zweiten Tag hatten beide neue Freunde gefunden und waren kaum noch zu sehen. Wir konnten endlich einmal in Ruhe ein Buch lesen, was zu Hause nie passiert. Gekocht haben wir auf einem kleinen Gaskocher, meistens Nudeln, was die Kinder ohnehin am liebsten essen. Einmal pro Woche sind wir ins Restaurant gegangen, damit meine Frau nicht jeden Tag am Kocher stehen muss.
Natürlich lief nicht alles perfekt. In der dritten Nacht gab es ein heftiges Gewitter, und das Zelt war am Morgen nass. Wir haben alles in der Sonne getrocknet und beschlossen, nächstes Mal ein größeres Zelt mit besserem Regenschutz zu kaufen. Auch die Hitze am Mittag war manchmal schwer auszuhalten. Wir haben dann einfach eine lange Mittagspause im Schatten gemacht.
Mein Fazit: Camping ist für Familien mit Kindern ideal, wenn man nicht zu viel erwartet und flexibel bleibt. Dieses Jahr fahren wir wieder, diesmal mit einem Wohnwagen von Bekannten – der ist wirklich trocken!
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