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Liebe Sophie,
ich hoffe, es geht dir gut! Jetzt sind es schon drei Monate, seit wir aus Hamburg in das kleine Dorf bei Lüneburg gezogen sind, und ich wollte dir endlich in Ruhe schreiben, wie es uns geht.
Am Anfang war ich ehrlich gesagt ziemlich unsicher. Ich bin in der Stadt aufgewachsen und kannte nur Lärm, Busse und Menschen, die immer in Eile sind. Als Jonas mir vorschlug, aufs Land zu ziehen, habe ich zuerst abgelehnt. Aber dann haben wir dieses alte Haus mit dem großen Garten gesehen, und ich habe mich sofort verliebt. Die Miete ist außerdem nur halb so hoch wie in unserer alten Wohnung.
Der Umzug selbst war allerdings ein Albtraum. Der Transporter kam zwei Stunden zu spät, und es hat den ganzen Tag geregnet. Zum Glück haben uns die neuen Nachbarn geholfen, ohne dass wir sie darum bitten mussten. Frau Lorenz von nebenan hat sogar Kuchen und Kaffee für alle gebracht. So etwas hätte ich in Hamburg nie erlebt.
Im Alltag ist manches anders. Ohne Auto geht fast nichts, denn der Bus fährt nur dreimal am Tag. Deshalb haben wir uns einen kleinen Gebrauchtwagen gekauft, obwohl ich das eigentlich vermeiden wollte. Dafür muss ich morgens nicht mehr in der überfüllten U-Bahn stehen. Ich arbeite jetzt an drei Tagen von zu Hause aus und gehe in der Mittagspause im Wald spazieren. Das tut mir richtig gut.
Was mir manchmal fehlt, sind meine Freunde und die vielen Cafés. Abends ist es hier so still, dass ich anfangs kaum einschlafen konnte. Inzwischen genieße ich es aber, die Vögel zu hören statt der Straßenbahn.
Hast du Lust, uns im Oktober zu besuchen? Das Gästezimmer ist schon fertig, und Jonas will unbedingt für dich grillen. Du könntest auch deinen Hund mitbringen, der Garten ist ja groß genug.
Schreib mir bald, wann es bei dir passt!
Herzliche Grüße
Deine Mareike
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