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Hallo ihr Lieben,
jetzt bin ich schon drei Monate in Schweden, und es wird Zeit für einen neuen Blogeintrag! Ich wohne in einer Kleinstadt im Süden, bei einer netten Gastfamilie mit zwei Kindern. Mein Gastbruder Elias ist zwölf und spielt den ganzen Tag Fußball, die kleine Maja ist erst sieben und will mir ständig neue Wörter beibringen. Das ist lustig, aber manchmal auch anstrengend.
Die Schule ist hier ganz anders als bei uns. Der Unterricht beginnt erst um neun Uhr, was ich großartig finde, weil ich morgens nie gut aus dem Bett komme. Dafür dauert er bis halb vier. Mittags gibt es in der Schule ein kostenloses warmes Essen, und alle Schüler sprechen ihre Lehrer mit dem Vornamen an. Am Anfang kam mir das komisch vor, inzwischen finde ich es sehr angenehm, weil die Atmosphäre viel lockerer ist. Allerdings muss ich zugeben, dass die Hausaufgaben mich mehr stressen, als ich gedacht hatte. Besonders in Mathe verstehe ich oft wenig, weil alles auf Schwedisch erklärt wird.
Mit der Sprache hatte ich anfangs große Probleme. Ich habe zwar in Deutschland zwei Jahre lang Schwedisch gelernt, aber im Alltag sprechen die Leute viel schneller. Ich habe oft nur die Hälfte verstanden und mich nicht getraut, etwas zu sagen. Dann hat mir meine Gastmutter vorgeschlagen, einen Sprachkurs für Austauschschüler zu besuchen. Das war eine super Idee! Dort habe ich zwei Freundinnen aus Brasilien und Japan kennengelernt, und wir treffen uns jeden Freitag zum Lernen.
Was ich am meisten vermisse? Ehrlich gesagt nicht so sehr meine Eltern, mit denen telefoniere ich jeden Sonntag, sondern mein eigenes Zimmer und, ihr werdet lachen, deutsches Brot. Hier gibt es fast nur helles Weißbrot.
Im Winter fahren wir mit der Schulklasse nach Lappland. Ich freue mich schon riesig, aber ich habe auch ein bisschen Angst vor der Kälte. Ich werde euch Fotos schicken!
Bis bald, eure Lena
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