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Tag 7: Mein Experiment ist vorbei!
Liebe Leserinnen und Leser,
vor einer Woche habe ich euch versprochen, dass ich sieben Tage lang auf alle sozialen Netzwerke verzichte. Heute Abend ist es so weit, und ich möchte euch erzählen, wie es mir ergangen ist.
Ehrlich gesagt war der erste Tag der schlimmste. Ich habe gemerkt, wie oft ich das Handy automatisch in die Hand nehme, ohne einen Grund. Morgens nach dem Aufwachen, in der Pause, an der Bushaltestelle – immer wieder suchte mein Daumen das Symbol der App, die ich zur Sicherheit gelöscht hatte. Ich war richtig nervös und hatte das Gefühl, etwas Wichtiges zu verpassen.
Ab dem dritten Tag wurde es besser. Plötzlich hatte ich mehr Zeit. Ich habe abends ein Buch gelesen, das schon seit Monaten auf meinem Nachttisch lag, und mit meiner Schwester zwei Stunden lang telefoniert – richtig telefoniert, nicht nur Nachrichten geschickt. Sie war so überrascht, dass sie zuerst dachte, es sei etwas passiert. Auch meinen Schlaf fand ich besser: Ich bin früher eingeschlafen und morgens ausgeruhter aufgewacht.
Nicht alles war schön. Am Mittwoch hat mich meine Kollegin gefragt, ob ich die Einladung zur Geburtstagsfeier gesehen hätte. Hatte ich nicht, weil die Einladung nur in einer Gruppe im Netzwerk stand. Ich fühlte mich ausgeschlossen und ein wenig sauer, auch wenn ich wusste, dass niemand etwas dafür kann. Außerdem hat mir gefehlt, schnell Fotos mit Freunden zu teilen. Ich habe die Bilder stattdessen ausgedruckt und meinen Eltern per Post geschickt, was sie sehr gefreut hat.
Mein Fazit: Ganz verzichten möchte ich nicht, denn manche Kontakte pflege ich nur online. Aber ich werde die Apps ab jetzt nur noch eine halbe Stunde täglich nutzen und die Benachrichtigungen ausschalten. Wenn ihr Lust habt, macht doch auch mal einen Versuch! Schreibt mir in die Kommentare, wie es euch ergangen ist.
Euer Daniel
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